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22.07.2010: Neue Steuer-CD aufgetaucht

1500 Selbstanzeigen bei Oberfinanzdirektion Münster

Die Jagd auf mutmaßliche Steuersünder geht weiter. Die Finanzverwaltung in Schleswig-Holstein prüft derzeit den Kauf einer neuen Liechtensteiner Steuer-CD, auf der die Namen von hunderten mutmaßlichen Steuerhinterziehern stehen sollen, die ihr Geld am deutschen Finanzamt vorbei in Liechtenstein angelegt haben sollen.

Die Behörden in Kiel wollen die CD nach einer Stichprobenanalyse angeblich kaufen. Dies sei bereits mit dem Bundesfinanzministerium abgesprochen worden, eine endgültige Kaufzusage stehe aber aus. Wer der Anbieter ist, sei bislang nicht bekannt geworden.
Schweizer-Banken.de hat aber einige Hinweise auf die mutmassliche Identität des Verkäufers erhalten... Weiter Lesen -->


15.07.2010: Hausdurchsuchung bei Credit Suisse

Wegen der Daten auf einer vom Land Nordrhein- Westfalen gekauften Steuer-CD haben Fahnder am Mittwoch 14.07.2010 in Deutschland 13 Filialen und Repräsentanzen der Bank "Credit Suisse" durchsucht. Das teilte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft mit. Sie wertet die illegal beschafften Daten über Steuersünder aus, die die nordrhein-westfälische Regierung von einem Unbekannten aufgekauft hatte. Im Februar 2009 soll ein Informant der Wuppertaler Steuerfahndung erstmals Unterlagen über Kunden der Bank vorgelegt haben. Die Credit Suisse hatte mehrmals erklärt, keine Hinweise darauf zu haben, dass Daten gestohlen wurden. Die Großbank wurde 1856 gegründet, ist in über 50 Ländern aktiv und beschäftigt mehr als 47.000 Mitarbeiter.

Das Amtsgericht Düsseldorf erließ wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung Durchsuchungsbeschlüsse in 175 Fällen, darunter unbekannte Mitarbeiter des deutschen Ablegers der Credit Suisse. 150 Beamte - Steuerfahnder und Staatsanwälte - waren im Einsatz.

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Top News zum Thema Datensicherheit (11.07.2010):

Schweizer-Banken setzen Belohnung aus


Nur im Fall der liechtensteinischen LGT Treuhand ist eine Beteiligung des Bundesnachrichtendienstes (BND) bekannt. Auf der CD mit den gekauften Kundendaten stand auch der Name des Ex-Post-Chefs Klaus Zumwinkel. Danach wandte sich der Datendieb Heinrich Kieber an den BND, ebenso wie an die Geheimdienste weiterer Staaten. Seitdem ist er verschwunden, wie schon so oft. Diesmal soll der BND Kieber beim Abtauchen geholfen haben, angeblich, um ihn als Zeugen zu schützen. Dazu verpassten ihm die Deutschen eine neue Existenz, eine Legende, wie die Geheimdienstler sagen. Nennen wir ihn einfach Henry, wie Heinrich sich vorstellte, als er vor vier Jahren offiziell zuletzt gesehen wurde. Weiter -->

Schweizer Geheimdienst beschuldigt Agenten

Ausländische Agenten sollen angeblich die Drahtzieher des neuesten Daten Diebstahls in den eidgenössischen Geldinstituten sein. In dem vorgelegten Jahresbericht des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) heißt es, "die Finanz Krise und die damit einhergehenden Verluste von Steuergeldern bewogen einzelne ausländische Staaten, aktiv Informationen zu beschaffen, um in der Schweiz nach unversteuertem Geld ihrer Bürger zu suchen".
Konkrete Fälle nennt der NDB nicht, auch nicht die Namen der beschuldigten Länder. Der Vorwurf dürfte sich in erster Linie gegen Deutschland richten. Die Bundesrepublik hat in diesem Jahr bereits zwei CDs mit Daten von Bankkunden gekauft. Bern warf Berlin daraufhin Hehlerei vor. Der Bericht des NDB dürfte das deutsch-schweizerische Verhältnis nun weiter belasten.

Trotz des drohenden Zerwürfnisses wollte ein Sprecher des NDB nicht ausschließen, dass der Bericht auf Deutschland abziele. "Wir sagen aber grundsätzlich nichts zu Einzelfällen." Dem Bericht, so der Sprecher weiter, lägen konkrete Anhaltspunkte und Ermittlungsergebnisse zugrunde. Laut des NDB-Sprechers sollen auch Detekteien beauftragt worden sein, Schweizer Banken auszuspionieren.

Die Vorwürfe wiegen schwer. Laut dem Bericht benutzen die ausländischen Geheimdienste "legale wie auch illegale Methoden", um an ihre Informationen zu gelangen. Mittels elektronischer Aufklärung würden Daten abgefangen. So sollen beispielsweise Telefongespräche und E-Mails zwischen Banken und Kunden ausgewertet worden sein. "Weiter können sie (die ausländischen Dienste) Informanten in Schweizer Banken im In- und Ausland anwerben oder mit Selbstanbietern verhandeln, die ihnen Daten liefern", heißt es weiter.

Somit versuchten die Staaten, den Abfluss von Kapital ins Ausland zu verhindern, schlussfolgert der Bericht. Dass deutsche Geheimdienste hinter der Beschaffung der jüngsten Daten-CDs stecken könnten, scheint jedoch unwahrscheinlich. Im Fall der Kundendaten der Schweizer Großbank Credit Suisse, die das Land Nordrhein-Westfalen im Frühjahr für 2,5 Mio. Euro kaufte, hat der Informant sich direkt an die Steuerfahnder gewendet. Das geht aus internen Ermittlungsunterlagen hervor, die der FTD vorliegen.

Datendieb verlangt Belohnung

Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Heinrich Kieber hat seinen Ex-Arbeitgeber LGT Treuhand mit dem Klau von Kundendaten schwer in Bedrängnis gebracht. In den Vereinigten Staaten will er dafür nun eine Belohnung. Vaduz/Washington. Dort hat die Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) ein florierendes Denunziantenprogramm aufgelegt, das denen, die beispielsweise ihre Nachbarn beim Steueramt anschwärzen, bis zu 30 Prozent der hinterzogenen Summe verspricht. Weil er die Daten gestohlen hat... Weiter Lesen -->

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